Erntedankfeste

Der Spätsommer ist in vollen Zügen und entschädigt uns ordentlich für das nasse und kalte Frühjahr.

Wir denken aber schon weiter und möchten alle Interessierten zu den Erntedankfesten unsere AK-Mitglieder einladen: am Sonntag, 2.10., von 14-19 Uhr in Haunstetten bei contact und am Samstag, 8.10., von 15-19 Uhr auf der Cityfarm in Oberhausen.

Silberdistel für den AK

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Unser AK Urbane Gärten hat heute die Silberdistel der Augsburger Allgemeinen verliehen bekommen. Es ist eine Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement. Die Silberdistel, handgefertigt in der Augsburger Silberschmiede, wird monatlich an ehrenamtlich engagierte Menschen im Verbreitungsgebiet der Augsburger Allgemeinen vergeben.


Gärtner im Asphaltdschungel

Städter sehnen sich nach Grün. Der Arbeitskreis Urbane Gärten Augsburg hilft ihnen, sich ihren Traum zu erfüllen – auf Brachen und in Hochbeeten. Dafür wurde er ausgezeichnet.

Von Ute Krogull, Augsburger Allgemeine am 22. August 2016. Foto: Silvio Wyszengrad

Klink-Thoma_Foto Silvio-Wyszengrad_AZ-22-08-2016Stadtgärtner haben es schwer. In Augsburg mussten die einen meterweise Schotter austauschen, andere können nur in Hochbeeten pflanzen, weil der Boden verseucht ist. Es fehlt an Platz. 1000 Augsburger stehen auf der Warteliste für einen Kleingarten.
Und es fehlt an Wissen. Mal einfach einen Sonnenblumenkern in die Erde stecken? Von wegen! Tine Klink, Vorsitzende des Arbeitskreises Urbane Gärten in Augsburg, gibt Seminare, in denen sie erklärt, wie man Tomaten aussät oder Salat umtopft. Die Leute haben aber Lust darauf, in der Erde zu wühlen, selbst Angebautes zu ernten, weiß sie. Und manchmal können sie nicht wählerisch sein, wo sie etwas pflanzen. Mit der Silberdistel – in der Natur ein außergewöhnliches und wehrhaftes Gewächs – zeichnet die Augsburger Allgemeine ne Gärten aus. Der Arbeitskreis versucht, eine Stadt zu begrünen.

Es geht nicht nur ums eigene Beet
Tine Klink und ihre Mitstreiterin Susanne Thoma haben beide einen Schrebergarten. Trotzdem arbeiten sie bei anderen Projekten. Klink sagt: „Ich wollte immer einen Garten, ein Haus in der Stadt können wir uns nicht leisten, auf dem Land zu leben, ist auch keine Option. Ich will aber gärtnern, draußen sein, das ist beruhigend.“ Und sie wollte mal etwas ganz anderes wagen. Thoma erklärt, was so anders ist am Stadtgärtnern: „Hier geht es um mehr als um die eigenen 15 Quadratmeter.“ Auf einem ehemaligen Kasernenareal haben sich zum Beispiel 70 Beetpaten für den interkulturellen Garten „Grow up“ zusammengefunden. Sie kommen aus allen Schichten, Altersgruppen und vielen Nationen.
Die Beete sind ein Flickenteppich wie die Stadtgesellschaft. Die einen hegen Salat in Reih und Glied, bei anderen wuchert ein Kuddelmuddel aus Blumen und Gemüse, irgendwer hat nur Chilis gepflanzt, eine Asiatin zieht Schlangenkürbisse an hohen Stäben. Über die Pflanzen – und die Rezepte dafür – kommen die Menschen ins Gespräch.

Bewegung stammt aus New York
Es gibt gemeinsame Arbeitseinsätze, die „Kräuterschnecke“ haben alle zusammen angelegt, im Frühling findet eine Pflanzen- und Saatgut-Tauschbörse statt, die sich zu einem Frühlingsfest entwickelt hat. In anonymen Städten kann Garten Gemeinschaft stiften. „Urban Gardening“ entstand bezeichnenderweise in den Nachbarschaftsgärten von New York.
Außer „Grow up“ gehören deshalb ein Sozialkaufhaus und ein Jugendzentrum, eine Asylinitiative und das Quartiersmanagement des Problemstadtteils Oberhausen zum Arbeitskreis, außerdem der Gemeinschaftsgarten „City-Farm“ und das Jugendprojekt „YouFarm“. Die Gartler legten bereits mit Asylbewerbern Beete an oder bastelten hängende Gärten für Balkon und Fensterbrett aus Konservendosen und Plastikflaschen. Der Arbeitskreis leistet viel Aufklärungsarbeit.

Geheimtipp im Stadtzentrum
Unlängst organisierte Klink eine Radtour zu zwölf Gartenprojekten. Da waren etwa die Sonnenäcker dabei, auf denen man eine Parzelle von einem Landwirt pachten und beernten kann. Ein kleines Hochbeet an einem schicken Platz im Stadtzentrum, wo Bürger selber garteln dürfen, war ebenfalls ein Ziel der Tour – und ein wahrer Geheimtipp.
Not macht erfinderisch: Die Gartler haben eine Tauschbörse im Internet eröffnet und bekommen auch Pflanzen von einer örtlichen Gärtnerei geschenkt. Susanne Thoma zeigt mit einem besonderen Garten, dass Anpflanzen überall möglich ist: Sie radelt mit einem Anhänger, der mit Thymian, Estragon, Liebstöckl und Salbei bepflanzt ist, durch die Stadt. Wer will, kann davon etwas mitnehmen.
Nicht dagegen bei „Grow up“: Hier ärgern sich die Beetpaten immer wieder darüber, dass Diebe Tomaten stehlen, Salat ausreißen und ganze Blumentöpfe mitnehmen. Aber deswegen gibt der AK Urbane Gärten nicht auf. Die Mitglieder haben noch viele Ideen.

Mehr Obstbäume!
Sie würden sich wünschen, dass die Stadt mehr Obstbäume pflanzt (geht offenbar nicht, weil die Äpfel jemandem auf den Kopf fallen könnten), dass Bürger Baumscheiben begrünen dürfen (geht nicht, weil sie dabei stolpern oder überfahren werden könnten) oder dass man in den malerischen Wallanlagen Beete anlegt (geht gar nicht). Aber Gärtner sind ja bekanntlich geduldige Menschen.

Radeln mit dem AK Urbane Gärten

Ein lang gehegter Wunsch wird nun endlich in die Tat umgesetzt: wir radeln Augsburger Garten- und Ackerprojekte ab.
Datum: Sonntag, 24.7.2016, 11 bis 17.30 Uhr oder open end
Treffpunkt: Jugendzentrum Linie 3 in Pfersee, Stadtberger Str. 19.
Über Pfersee, Kriegshaber, Bärenkeller, Oberhausen geht es ins Domviertel, wo wir beim Grandhotel eine längere Pause einlegen. Im Anschluss über den Theodor-Heuss-Platz zur Hochbeetanlage des Sozialkaufhauses contact in Haunstetten. Dort werden wir mit einem leckeren Abschlussgrillen belohnt.
Anmeldung unbedingt nötig per Mail an urbanegaerten[ät]gmail.com oder telefonisch bei Tine Klink unter 0821 20962292.

Beim Klick auf dieses PDF können Sie die Radtour zum download aufrufen.

Neues Mitglied im Arbeitkreis Urbane Gärten – die youfarm

youfarm

Wir freuen uns sehr über unsern neuesten Zuwachs: die Jugendfarm youfarm Augsburg!
Die youfarm liegt im Augsburger Westen, zwischen dem Westfriedhof Pfersee, der Ackermann-Straße und einer Kleingartenanlage. Es gibt dort Tiere, einen Garten, einen Niedrigseilgarten und viele pädagische Angebote für Kinder. Viele Aktionen finden dort statt, wie z.B. jeden ersten Dienstag im Monat eine Gartengruppe. Freitags trifft sich die Tiergruppe und auch andere Einrichtungen können sich dort einbuchen.

Termine, Termine, Termine

Das Jahr 2016 steht noch frisch in den Startlöchern und wir starten schon früh mit den Terminen. Leider ist es uns heuer nicht mehr möglich, so viele Workshops wie in den letzten beiden Jahren anzubieten. Wir haben dazu nicht genug Personalkapazitäten. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Ildi und Benni von der Cityfarm Augsburg und Tine von Bunt und draußen viele Workshops anbieten, unter anderem auch die beliebte „Ökologische Jungpflanzenanzucht“. Die Termine findet ihr hier und auf den jeweiligen Homepages.

Am 5. März findet von 14 – 17 Uhr ein Saatguttauschfest auf der Cityfarm an. Dort könnt ihr Saatgut tauschen oder gegen eine Spende erwerben, so dass ihr dann gleich mit eurer Anzucht beginnen könnt. Wenn ihr dazu Unterstützung braucht, findet ihr im Kalender einige Termine.

Alle, die keinen Platz oder keine Zeit zum selber anziehen von Pflanzen haben, ist unser großes Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt am 1. Mai von 15-19 Uhr empfohlen. Es findet heuer zum dritten Mal auf dem Gelände von Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg e.V. in der Sommestraße 38/40 hinter dem Reese-Theater statt. Wie gewohnt gibt es leckeres Essen, viel Musik und vor allem viele Jungpflanzen und Nützliches für den Garten. Da unser Flohmarkt einen gemeinnützigen Zweck hat, ist kein Privatverkauf möglich. Wenn ihr Spenden für den Flohmarkt habt, könnt ihr uns gerne eine Mail schreiben (urbanegaerten[ÄT]gmail.com) oder das Kontaktformular hier nutzen. Wir holen die Spenden in Augsburg gerne ab.

Der Arbeitskreis Urbane Gärten wünscht allen ein erfolgreiches Gartenjahr 2016!

Die neuen Stadtgartler kommen

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Viele sehnen sich nach Grün. Die Antwort heißt „Urban Gardening“. Bürger holen die Natur in die Stadt. Wie geht das? Von Ute Krogull, Augsburger Allgemeine am 7. April 2015. Fotos: Ruth Plössel

Die Oma, die die frisch geernteten Karotten an der Kittelschürze abstreift. Die Sommerferien im Schrebergarten. Muttis Tomatenplantage auf der Fensterbank. Es sind solche Kindheitserinnerungen, die Menschen mit in die Stadt bringen, wo sie arbeiten, wohnen – aber die Sehnsucht nach Grün in sich tragen. Mehr Grün, als selbst eine Stadt wie Augsburg zu bieten hat. Die Antwort darauf ist „Urban Gardening“. Auf Deutsch heißt das „städtisches Gärtnern“ und steht für alles mögliche vom wilden „Guerilla Gardening“ bis zu einer Art modernem, weniger reglementierten Schrebergärtnern. Auch in Augsburg gibt es unterschiedliche Ansätze, einer davon sind die gemeinschaftlichen Gärten, oft auch interkulturelle Gärten genannt, weil dort durch die gemeinsame Liebe zum Gärtnern und die gemeinsame Tätigkeit Nationalitäten, aber auch Altersgruppen zusammenfinden. weiterlesen

Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt

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Am 10. Mai 2015 ab 15 Uhr feiern wir wieder ein großes Frühlingsfest mit einem Gartenflohmarkt auf dem Gelände von Grow Up! in Kriegshaber (Kulturpark West/Reese-Gelände). Das ist der Termin, auf den wir uns alle am meisten freuen, denn das Fest letztes Jahr hat uns völlig überwältigt mit unglaublich vielen Besucher*innen, wunderschönem Frühlingswetter, leckerem Essen und stimmungsvoller Musik.

Sachspenden gesucht!

Gartengeräte, Töpfe, Pflanzen, Saatgut, Fach-/Sachbücher – also alles, was gärtnerisch verwertbar ist als SPENDE wllkommen. Wir statten damit den Flohmarkt aus und Besucher*innen des Festes können die Artikel gegen Spende erwerben. Der Erlös fließt den gemeinnützigen Projekten des AK Urbane Gärten zu. Wer also Garagen und Keller entrümpeln will, meldet sich bitte bei Tine Klink unter urbanegaerten@gmail.com. Eine Abholung kann organisiert werden.

Die Stadt verwandeln

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Zusammen mit Transition Town e.V. luden wir Augsburger Akteur_innen von Offenen Werkstätten, Gemeinschaftsgärten oder sozialen Projekten ein. Selbermachen, Teilen und Tauschen sowie das Do it Yourself in Gemeinschaft mit anderen ist im Trend – nicht nur in Augsburg, sondern weltweit. Darüber wusste Christa Müller, Leiterin der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis zu berichten, die wir als Gast eingeladen hatten. In einem Video hat Gunnar Selm Eindrücke des Tages zusammen gestellt. Im zweiten Teil des Workshops widmeten wir uns der Streetart und Guerillakunst. Hierzu hatten Tine und Susanne jede Menge Bastelmaterial mitgebracht und auf den Tischen ausgebreitet. Alle ließen sich anstiften und produzierten kleine Kunstwerke, die als Botschaften im Stadtraum dazu beitragen können, die soziale Wirklichkeit zu verändern. Die Veranstaltung wurde von Susanne Thoma organisiert und moderiert.

Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt

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Unser Fest fand im Interkulturellen Garten GROW UP statt. Zahlreiche Initiativen und Gruppen wie die CITYFARM, das Sozialkaufhaus CONTACT, die Umweltstation und das Garnhotel waren vertreten. Eine Attraktion war das von der Bikekitchen konstruierte Rasenmäherfahrrad. Bei Musik und leckerem Essen kamen die Flohmarktsachen schnell unter die Leute. Der Erlös wurde anteilig an das Grandhotel Cosmopolis und die CITYFARM gespendet. Ein Video von Susanne Thoma zeigt das bunte Treiben.

Rankhilfen mit Weiden

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Wir trafen uns zu einem Do-It-Yourself-Workshop mit der Korbflechterin Anja van Kempen. Sie zeigte uns, wie man Rankhilfen für den Garten oder Balkon selbst herstellen kann. In einem Video zeigen wir, wie es geht. Tine Klink hat den Workshop, der im Interkulturellen Garten GROWUP stattfand, organisiert. Das Video hat Susanne Thoma erstellt.

Weiden schneiteln in der Wolfzahnau

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Kopfweiden müssen nach ein paar Jahren von ihrer Last befreit werden. Im Landschaftsschutzgebiet Wolfzahnau zwischen Oberhausen und Firnhaberau gab es für uns daher etwas zu tun. Ben und Ildi von der CITYFARM kümmern sich schon seit mehreren Jahren in Absprache mit dem Landschaftspflegeverband um die Bäume. Unser AK war mit neun Helfer_innen auf der Kopfweidenwiese an einem herrlichen, sonnigen Februartag emsig am Werk, wie man in dem Video sehen kann. Erstellt hat es Susanne Thoma.